Buchcover DUNE Graphic Novel
Bild: Jasper Vormschlag
/ Cover: Verlag
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DUNE als Graphic-Novel? Läuft.

Noch nicht von Dune gehört? Dann wird es Zeit! Dank der neuen Graphic-Novel ist der Roman von 1965 plötzlich viel leichter zu lesen - und du kannst viele neue Details entdecken, die in der Kult-Verfilmung nicht zu finden sind.

Der Science Fiction-Roman von Frank Herbert, den ich hier auch schon besprochen habe, erschien bereits 1965 und galt trotz zahlreicher mehr oder weniger erfolgreicher Versuche als unverfilmbar. In einem besonders bekannten Projekt des Regisseurs Jodorowsky sollte sogar niemand anders als Salvador Dalí in die Rolle des Bösewichts schlüpfen. Nachdem die Produktionskosten explodierten, wurde der Film auf Eis gelegt – Teile der Entwürfe dienten später George Lucas als Inspiration für Star Wars.

Der Wüstenplanet neu erzählt

Zuletzt schlug die neue Adaption des Regisseurs Denis Villeneuve Wellen – nach seiner Veröffentlichung 2021 erhielt der Film überwiegend positive Kritiken und schließlich sogar 6 Oscars! Im Oktober 2023 kommt der zweite Teil weltweit in die Kinos. Doch die Buchvorlage gilt einerseits als unerreichbar und andererseits bedient sie sich einer komplexen Sprache, die für ungeübte Leserinnen und Leser Schwierigkeiten darstellt. Als Alternative bietet sich hier die Graphic-Novel-Adaption an, die im SPLITTER-Verlag erscheint.

Die Graphic Novels – kürzlich erschien der zweite Teil – folgen treu der originalen Geschichte von Frank Herbert. Die Menschheit lebt über unzählige Planeten verteilt, ein seltsam altmodisch anmutendes Feudalsystem beherrscht das Universum. Der wichtigste Rohstoff der Zivilisation ist das “Spice”, ein abhängig machendes Gewürz, das hellseherische Fähigkeiten verleihen kann und zur Reise durch das All unersetzlich ist. Und diese Droge kann nur auf dem Wüstenplaneten “Arrakis” gefunden werden.

Eine Geschichte in der Wüste

Die Graphic Novels fangen mit pastelligem Farbton und starken Bildern diese auch heute noch aktuelle, kapitalismuskritische Geschichte ein. Frank Herbert verstand früh, dass ein unverantwortlicher Umgang mit Ressourcen einen Planeten zerstören kann und baute darauf seine spannenden Roman auf. Die Zeichner Patricia Martín und Raúl Allén verleihen dieser Geschichte ein neues Tempo und machen sie visuell und inhaltlich anschaulicher.

Vom leichten Staub, den der Epos vielleicht in Buchform gesammelt haben mag, ist bei den Graphic-Novels nichts zu spüren. Für alle, denen der Film gefallen hat und die die Geschichte weiterlesen möchten, oder für jene, die den Roman bereits kennen und ihn neu entdecken möchten, kann ich diese Adaption sehr empfehlen.

Jasper vom metronom

Jasper Vormschlag ist Blogger und Podcaster. Man trifft ihn selten ohne einen guten Roman in der Hand oder ein Hörspiel auf dem Ohr. Wenn er nicht gerade für metronom momente schreibt, dann bloggt er auf Jaspers Buchblog.

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