Bild: Anika Werner
Ausflugstipp

Ein Dschungel im Norden

Noch bis zum 3. Oktober kannst du im Maislabyrinth in Winsen Luhe nach dem richtigen Weg suchen, bei einem Rätsel Fragen zur Landwirtschaft beantworten und am Ende ein Wochenende an der Nordsee gewinnen.

Es rauscht und raschelt. Die Sonne blinzelt zwischen meterhohen Pflanzen hindurch. Blätter streichen um die Besucher. Diese schlendern durch den Dschungel im Norden auf schmalen Pfaden. Schauen links und rechts, hoch und auf den Boden. Sie sind auf der Suche nach nahezu unsichtbaren grünen Hinweisen und Stempeln. In der Hand haben sie einen Zettel. Auf der einen Seite eine Stempelkarte, auf der anderen Seite Antwortmöglichkeiten zu den zehn Fragen, die auf den versteckten Zetteln stehen.

Abenteuer Maislabyrinth

Das Maislabyrinth von Blocks Hofladen in Winsen Luhe bietet ein ganz besonderes Abenteuer. Hier geht es nicht nur darum, den richtigen Weg, sondern auch die Stationen mit Fragen zu finden. Jede Woche werden diese ausgetauscht und woanders im Labyrinth versteckt. Damit alle Spaß und Erfolg haben, gibt es ein Labyrinth für Familien. In etwa einer Stunde können auch die Kleinsten ab ungefähr 3 Jahren hier ihre Stempel sammeln, um am Ende einen Preis zu gewinnen.

Auf der Suche nach Antworten

Bei unserem Besuch im Labyrinth entscheidet Leonie: „Wir nehmen das Große für ambitionierte Maislabyrinth-Besucher.“ Für diese Variante sollten Besucher eineinhalb bis vier Stunden einplanen. Ein Blick auf die Uhr: 15 Uhr 25. Wir starten in unser Dschungel-Abenteuer. Ziemlich schnellen Schrittes gehen Sarah und Leonie vor mir. Sie biegen um eine Ecke – Sackgasse. An den Kreuzungen besprechen wir uns kurz. Als wir nach fünf Minuten mittendrin sein müssten, wundert sich Sarah: „Wir hätten doch längst mal was finden müssen, wenn es hier zehn Stationen geben soll.“ Kurze Zeit später entdecken wir die erste Station. Dass sie so unauffällig versteckt ist, damit haben wir nicht gerechnet. Mitten an der grünen Maispflanze hängt ein Zettel und ein kleiner Stempel. Beide sind genauso grün und leicht übersehbar in unserer grünen Umgebung. Als erstes haben wir Station sieben entdeckt und beantworten eine Frage zur Landwirtschaft: Wie erkennen sich Hühner untereinander? Am Gefieder, am Gackern oder am Gang? Jeder macht ein Kreuzchen auf seinen Zettel und stempelt auf der Rückseite ein kleines Hühnchen auf das siebte Feld und weiter geht es.

Suche erfolgreich: Sarah stempelt ihre Karte an Station fünf ab. (Bild: Anika Werner)

Um die Ecke hören wir einen Jungen jubeln. Schnell suchen wir den Weg, um ebenfalls dorthin zu gelangen. Und tatsächlich: einmal links, ein Stück geradeaus, dann rechts und wieder links, da ist die nächste Station. Danach laufen wir weiter und weiter. Der Mais um uns herum wird luftiger, wir hören spielende Kinder und sind am Ausgang. Die gute Nachricht: Wir haben nur zwanzig Minuten gebraucht. Die schlechte Nachricht: Wir haben gerade einmal drei Stationen entdeckt.

Nach der Stärkung zweiter Anlauf

Am Kiosk holen wir uns erfrischende Getränke und gehen erneut in das Labyrinth. Dieses Mal schlendern wir, schauen uns genau um, teilen uns auf. Nach und nach kommt mal von Sarah, mal von Leonie und mal von mir ein Aufschrei, weil jemand eine weitere Station gefunden hat. Ein paarmal folgt auf den Triumph Enttäuschung. Hier waren wir schon. Nach einer Weile treffen wir auf eine Frau, die nur noch auf der Suche nach Station sieben ist. Sie gibt uns Tipps: „Station vier und fünf sind ganz nah beieinander. Auf Station drei wäre ich fast draufgetreten und neun ist nah am Ausgang.“ Als Dank gehen wir ein paar Kurven weiter und rufen ihr laut zu: „Hier ist Nummer sieben!“ Sie kann nun den letzten Stempel setzen und zum Ausgang gehen.

Wir suchen weiter und ein Blick auf die Uhr verrät, es ist 18:08 Uhr. Das Labyrinth schließt um 18 Uhr und wir müssen uns dringend zum Ausgang begeben. Leonie fragt: „Schließen die hier ab? Kommen wir denn noch raus?“ Ich zwinkere meiner Nichte zu: „Ach was! Die stellen einfach nur gleich die Wassersprenger an. Dann kommen ganz schnell die letzten Besucher raus.“

Links, rechts, links, links, rechts. Leonie und Sarah auf Irrwegen im Maislabyrinth. (Bild: Anika Werner)

Tatsächlich sind wir die letzten, die den Stand am Ein- und Ausgang erreichen. Ziemlich genau drei Stunden brauchten wir. Und allem Ehrgeiz zum Trotz fehlen uns zwei Stationen. Als Trostpreis bekommen wir Bonbons. Wer alle Stationen gefunden hat, füllt seine Karte mit den Kontaktdaten aus und wirft sie in den Briefkasten. Unter allen Teilnehmern werden Preise verlost. Der Hauptgewinn in diesem Jahr ist ein Wochenende für zwei Personen an der Nordsee. Sarah ist sich sicher: „Ich will das schaffen und komme mit meinen Freunden wieder.“

Gruselspaß zum Saisonabschluss

Das Maislabyrinth in Winsen Luhe ist noch bis zum 3. Oktober von Fr-So geöffnet. Für größere Gruppen oder Kindergeburtstage öffnet das Maislabyrinth nach Absprache auch außerhalb der Öffnungszeiten. Zum Saisonabschluss gibt es nochmal eine ganz besondere Aktion: Am Samstag, 8. Oktober, findet nur für Erwachsene das Horror Maislabyrinth statt – ein Gruselspaß mit vielen Special Effects für alle ab 18.

Weitere Infos findet ihr hier:

So kommt ihr hin:

Direkt vor dem Labyrinth gibt es eine Bushaltestelle der Linie 4405 (Haltestelle Nettelberg). Der Bus braucht vom Bahnhof nur etwa acht Minuten.
RE3, RB31
Winsen (Luhe)

Anika Werner vom metronom

Anika genießt das Landleben in Radbruch. Am liebsten erkundet sie mit ihrer Familie und den Hunden Dexter und Didi die Natur oder bestaunt auf Städtetrips Architektur und Geschichte.

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